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ÖAAB hilft Pendlern beim Steuersparen

2013 gibt es nur wenig steuerliche Neuerungen und diese fast ausschließlich im Pendlerbereich. Die Ermittlung des Anspruchs auf die Pendlerpauschale bzw. den Pendlereuro ist derzeit leider sehr schwierig – den zum einen gelten für 2013 noch die alten Regelungen und zum anderen gilt die Abfrage des neuen Pendlerrechners mit den neuen Zumutbarkeitsbestimmungen erst für das Jahr 2014.

Von vielen unbemerkt blieb bislang die elektronische Berechnungshilfe, die schon jetzt auf der Homepage des Finanzministeriums abrufbar ist. Man braucht nur die Länge des Arbeitsweges wissen und kann mit einer hinterlegten Excel-Tabelle seine Ansprüche leicht berechnen.

ELEKTRONISCHE BERECHNUNGSHILFE

Mit dem elektronischen L34a - Formular kann man die individuellen Pendleransprüche sehr leicht berechnen, ohne die genauen Richtsätze der kleinen und großen Pendlerpauschale kennen zu müssen. D.h. dem Formular ist eine Excel-Tabelle hinterlegt. Pro Monat kreuzen sie an, ob sie 4-7, 8-10 oder öfter zur Arbeitsstätte fuhren, weiters die jeweilige Entfernungskategorie der kleinen oder großen Pendlerpauschale und die Länge des Arbeitsweges. Sobald diese Angaben getätigt wurden, rechnet der Pendlerrechner ihren Anspruch automatisch aus.

Kürzere Zumutbarkeitsbestimmungen ab 2014
Bei der Zuerkennung der Pendlerpauschale gelten für 2014 die neuen, vom ÖAAB durchgesetzten, kürzeren Zumutbarkeitsbestimmungen, die auch vom Pendlerrechner bereits berücksichtigt werden. Daher sollten sich auch die Ansprüche für Pendler sich eher verbessern als verschlechtern.
Denn ab 1.1.2014 sind Öffis für den Weg zur Arbeit nur mehr 1 Stunde (statt 1,5 Stunden bis zum Jahr 2013) zumutbar. Darüber verlängert sich die zumutbare Wegzeit pro Kilometer Arbeitsweg um eine Minute (d.h. bei 15 km Arbeitsweg sind 60 + 15 Minuten zumutbar, bisher 90 Minuten), über 2 Stunden (bisher 2,5 Stunden) sind Öffis nicht mehr zumutbar.

Hinweis: Für 2013 sind noch die alten längeren Zumutbarkeitsbestimmungen zu befolgen. Bei über 1,5 Stunden Wegzeit sind Öffis dann unzumutbar, wenn man den Arbeitsweg mit dem PKW mindestens drei mal so schnell bewältigen kann

ÖAAB-Tipp für Berechnungshilfe
Die große Pendlerpauschale gebührt bereits ab 2 km Arbeitsweg, wenn an den überwiegenden Arbeitstagen mehr als die Hälfte des Arbeitsweges keine Öffis verkehren, oder die gesamten Wegzeiten mit Öffis unzumutbar lang sind, sowie generell für Gehbehinderte gem § 29b Straßenverkehrsordnung oder wenn eine dauernde Gesundheitsschädigung im Behindertenpass eingetragen ist.

Als Wegzeit gilt übrigens die gesamte Zeit vom Verlassen der Wohnung bis zum Eintreffen am Arbeitsplatz (bei Gleitzeit) bzw. bis zum Beginn der bezahlten Arbeitszeit (bei fixen Dienstzeiten), inklusiver aller Wartezeiten und Fußwege. D.h. wenn jemand mit dem Bus oder der Bahn zu früh in der Arbeit kommt und die Zeit bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn nicht bezahlt bekommt, dann zählt diese Wartezeit zur Wegzeit (trifft v.a. auf viele Handeslbeschäftigten zu).

Link:

Elektronische Berechnungshilfe

PENDLERRECHNER

Viele Pendler waren vom Abfrageergebnis des Pendlerrechners enttäuscht. Statt der erwarteten Vereinfachung warf der Pendlerrechner für viele neue Fragen bzw. Probleme auf. Teils wurden gesperrte Straßenverbindungen nicht erkannt oder Pendler trotz bestehender Öffi-Verbindungen teils bis zur Hälfte ihres Arbeitsweges mit dem Auto zu einer Park&Ride Anlage geschickt.

Der ÖAAB hat seit Mitte Februar hunderte Beschwerdefälle von Pendlern gesammelt und an das Finanzministerium weitergeleitet, um auf die Probleme und Schwachstellen des Pendlerrechners hinzuweisen und setzte nun viele geforderte Verbesserungsvorschläge durch. Der neue verbesserte Pendlerrechner geht mit 25. Juni online >weiter

Das Ergebnis der Abfrage ist für Betriebe und Behörden bindend
Wer die Pendlerpauschale weiterhin über den Gehaltsweg beziehen möchte, muss bis 30. September seinem Arbeitgeber einen Ausdruck der Abfrage des Pendlerrechners übermitteln. Der Arbeitgeber braucht nur die Arbeitszeiten und die angegebene Dienst- bzw. Wohnadresse kontrollieren und muss das Abfrageergebnis (sprich die Zumutbarkeit von Öffis bzw. die Einstufung in große oder kleine Pauschale) akzeptieren.

Was tun, wenn der Pendlerrechner falsch gerechnet hat?
Wer im Frühjahr bereits das Pendlerrechner-Formular abgegeben haben, muss kein neues Formular abgeben, wenn sich durch den neuen Pendlerrechner das Abfrageergebnis nicht verändert. Wer jedoch durch den neuen Pendlerrechner begünstigt wird, sollte die aktualisierte „Abfrage“ nachreichen. Verschenkte Differenzansprüche können dann entweder per Gehaltsaufrollung im Betrieb oder spätestens 2015 bei der Arbeitnehmerveranlagung rückwirkend geltend gemacht werden.

Link:

Neuer Pendlerrechner
Informationen zum Pendlerrechner

Pendlerzuschlag für Kleinverdiener verdoppelt

Lehrlinge und Teilzeitkräfte erhalten als Pendler erstmals bis zu 400 euro Negativgutschrift:
Leider vergessen meist jene, die wenig verdienen, wie Lehrlinge, Teilzeitbeschäftigte oder Ferialpraktikanten, dass auch sie vom Finanzamt Geld zurück bekommen. Wer weniger als 1.200 Euro brutto monatlich verdient, zahlt keine Steuern und braucht bei der Arbeitnehmerveranlagung nur Name, Adresse, Anzahl der bezugsauszahlenden Stellen und die Bankverbindung ausfüllen und erhält dadurch bereits eine pauschale Gutschrift von bis zu 110 Euro und als Pendler zusätzlich einen Pendlerzuschlag von bis zu 290 Euro (bisher 141 Euro). Wer die Voraussetzung der Pendlerpauschale erfüllt, soll den zustehenden Betrag unter Werbungskosten, Punkt 718, beantragen. Bei niedrigen Einkommen ohne Lohnsteuer wandelt das Finanzamt den Betrag der Pendlerpauschale in den Pendlerzuschlag um. Dabei ist nur wichtig, dass man mindestens ein Monat im Jahr die Kriterien der Pendlerpauschale erfüllt - denn egal wie oft oder wie weit jemand pendelt - der Pendlerzuschuss wird nach der geleisteten Sozialversicherung berechnet und nicht nach der Länge des Arbeitsweges.

Hinweis: Will man den Pendlerzuschlag Online geltend machen – so müssen Kleinverdiener auch den Pendlereuro berechnen (obwohl sie keinen Anspruch haben).

Servicereferent Oberleitner bei Pendlerberatung

Servicereferent Max Oberleitner weist Lehrlinge auf den Pendlerzuschlag hin.

Beide Lehrlinge hätten ohne Hilfe des ÖAAB beim Steuerausgleich auf den Pendlerzuschlag vergessen. Da sie mit Öffis in die Arbeit fahren könnten, wird der Weg zur Bushaltestelle, plus der Busstrecke und dem Weg von der Endhaltestelle zur Arbeitsstätte zusammengerechnet. Mit knapp über 20km Arbeitsweg haben beide Anspruch auf die kleine Pendlerpauschale mit 696 Euro pro Jahr. Da sie keine Lohnsteuer zahlen, wird dieser Betrag vom Finanzamt in den Pendlerzuschlag umgewandelt. Die beiden Jugendlichen bekommen somit erstmals bis zu 400 Euro Negativsteuer vom Finanzamt.

Themen:

Links:

OÖ Fernpendlerbeihilfe
Pendlerpauschale
Spritpreisrechner

Download:

ÖAAB-Infofolder Steuertipps für Pendler [2.578 KB]
ÖAAB-Infofolder Kilometergeld/Diäten [2.322 KB]

Druckbare Version

Aktuelle Neuerungen für Autofahrer