Pendlerpauschale: Abschaffung kommt nicht in Frage
9. Februar 2012
Pendlersprecher NR Michael Hammer: „Ist ohnedies nur geringe Abgeltung für Aufwendungen für Arbeitsweg.“
Im Zuge der Budgetsanierung betätigen sich auch immer wieder einzelne Gruppierungen als besonders kreativ. Am heutigen Tag haben sowohl die Grünen im Rahmen einer Pressekonferenz als auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) mit ihren realitätsfernen Vorschlägen wieder einmal einen Anschlag auf die Pendlerpauschale gemacht.
Dies kommt für den Sprecher der Mühlviertler Pendlerallianz des ÖAAB NR Michael Hammer nicht in Frage. „Es ist absolut unverständlich wie man derartige Vorschläge argumentiert. Die Menschen haben für ihren tagtäglichen Arbeitsweg hohe Kosten zu tragen und die Pendlerpauschale ist dafür ohnedies nur eine geringe Abgeltung. Diese muss daher auf jeden Fall erhalten bleiben. Es kann nicht sein, dass die Menschen immer mehr Geld für ihren Arbeitsweg aufwenden müssen und damit weniger vom Einkommen übrig bleibt. Die Vorschläge gehen vollkommen an der Lebensrealität der arbeitenden Menschen vorbei. Daher sind diese Vorschläge entschieden abzulehnen“, so Hammer.
Es ist vielmehr so, dass in Zukunft über mehr Gerechtigkeit bei der Pendlerpauschale nachgedacht werden muss. Ziel muss sein, dass sie für alle arbeitenden Menschen gelten soll, weil derzeit viele aufgrund zu niedrigen Einkommens, vor allem Teilzeitkräfte, herausfallen. „Es ist an der Zeit das System der Pendlerpauschale zu modernisieren. Tatsächlich gefahrene Kilometer müssten demnach steuerlich berücksichtigt werden“, erklärt Nationalrat Hammer. Dies muss man aber in aller Ruhe im Zuge einer nächsten Steuerreform diskutieren. Derzeit haben die Budgetkonsolidierung und strukturelle Reformen eindeutig den Vorrang.


