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ÖBB lässt Jugendliche zahlen!

8. Juli 2010

Nach den gewohnten Preissteigerungen an den Zapfsäulen zu Ferienbeginn, sind nun auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf denselben Zug aufgesprungen. Die ÖBB haben die Preise des Sommertickets für Jugendliche neuerlich erheblich angehoben und die Seniorenaktion, bei der ältere Menschen um sieben Euro am Wochenende in ganz Österreich unterwegs sein konnten, gänzlich abgeschafft. So kostet das Sommerticket für unter 20-Jährige, das letztes Jahr um 25 Euro und vor zwei Jahren noch um 19 Euro erhältlich war, heuer bereits stolze 39 Euro. „Eine derartige Steigerung ist eine Verdoppelung des Preises innerhalb von nur zwei Jahren. Dies ist eine bodenlose Frechheit, da man gerade wieder eine jener Gruppen zur Kasse bittet, die sowieso nicht viel verdienen“, zeigt sich der OÖAAB-Landessekretär Georg Bachmair (Bild) wütend von der durchgeführten Preissteigerung beim Sommerticket für Jugendliche.

Aber auch alle 20 bis einschließlich 25-Jährigen müssen eine kräftige Anhebung des Sommerticketpreises hinnehmen. Was vor zwei Jahren noch 49 Euro ausmachte, kostet jetzt bereits 69 Euro. „Die ÖBB hat es daher wohl vor allem auf die Schüler, Studenten und jungen Arbeitnehmer abgesehen. So trifft diese Steigerung insbesondere jene Jugendliche stark, die in den Ferien mit dem Sommerticket tagtäglich zu ihrer Ferialarbeit fahren und sich dort ihr Taschengeld aufbessern wollen. Eine solche Unverfrorenheit der Preisgestaltung bei den Bundesbahnen bringt nicht nur die jungen Erwachsenen, sondern auch den ÖAAB Oberösterreich, gewaltig auf die Palme. Auch wir kämpfen für eine moderatere Entwicklung der Preise“, betont Bachmair.

Als ob diese Belastung der jungen Menschen nicht schon genug wäre, setzt die ÖBB mit der Streichung des Wochenendtickets für Senioren sogar noch eins drauf. „Die Österreichische Bundesbahn zeigt damit, dass ihr die wenig vermögenden Menschen komplett egal sind und geht daher auch auf die älteren Mitbürger los. Durch diese Vorgangsweise lässt man Jugendliche und Senioren für die Managementfehler zahlen, die in der Vergangenheit gemacht wurden und zu einem riesigen ÖBB-Schuldenberg führten. Der ÖAAB – als Vertretung der betroffenen Bevölkerungsgruppen – prangert derartig ungerechte Preisentwicklungen hiermit entschieden an“, unterstreicht der OÖAAB-Landessekretär seinen Unmut über die Vorgangsweise der ÖBB.

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